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London

Einmal nach London und zurück

Ich habe die letzten zwei Wochen eine absolute Gefühlsachterbahnfahrt mitgemacht, von der ich euch erzählen muss (ich hab gehört für so etwas ist ein Blog da): Im 5. Semester ist das Praktikumssemester und wir versuchen natürlich mit aller Kraft ein tollen Praktikumsplatz zu bekommen, bei dem wir nicht nur unbezahlt Kaffee kochen. Ich würde sehr gerne ein Praktikum in einem großen Unternehmen machen, also habe ich mich aus Spaß einfach mal bei H&M beworben.

Als nach einem Monat dann plötzlich eine Email reinkam, in der stand, dass sie gerne ein Telefoninterview mit mir hätten… auf Englisch… 20 Minuten… ist mir das Herz eine Etage tiefer gerutscht. Online konnte ich dann einen Termin buchen, den ich so gelegt hatte, dass ich 3 Tage Zeit hatte, mir alles über H&M reinzuziehen, was ich finden konnte (was alleine auf der eigenen H&M Website mehr war, als ich lesen konnte). Am Freitag um 10:20 war dann mein Gespräch, wobei ich eine Stunde bevor es überhaupt losgehen sollte, bereit saß und mit meinen 20 Notizzetteln vor mir, das Telefon angestarrte. Das Interview lief eigentlich überraschend gut, bis die Frage nach meinem Lieblingsblog aufkam und ich ohne nachzudenken Dandy Diaries gesagt habe. Als mir meine Blödheit bewusst geworden war, dachte ich eigentlich die ganze Sache wäre für mich gelaufen, da es wohl nicht besonders schlau war die Blogger zu nennen, die ein negatives Imagevideo über H&M gedreht haben. Die Email, die ich 2 Stunden später bekommen habe, hat mich dann völlig überrascht, da sie mich nach London zu einem Interviewtag eingeladen haben. Komplettes Gefühlschaos und aufsteigende Panik, da ich dort schon in 3 Tagen sein sollte und ich so viel noch vorzubereiten hatte: Fotos ausdrucken, Skizzenbücher von den Dozenten wiederbeschaffen, Portfolio vorbereiten usw.

Mit einem Handgepäckkoffer, der etwa 40 kg gewogen hat und bis oben voll mit Skizzenbüchern war, bin ich morgens um 6 Uhr nach London geflogen. Dank der Emanzipation hilft einem heutzutage auch niemand mehr den Koffer die U-Bahntreppe hochzuhieven. Ich hatte vergessen die Zeitumstellung einzurechnen, womit mir nun 4 Stunden blieben, die ich bei Pret a Manger verbringen konnte. Dabei habe ich etwa 200 Engländern dabei zugesehen, wie sie sich innerhalb von kürzester Zeit eines dieser sauteuren komischen Sandwichs reingestopft haben, die es in London an jeder Ecke gibt. Mein Versuch, wenigstens ein Smoothie runterzubekommen, scheiterte kläglich, da mir so schlecht vor Aufregung war. Neben mir hat eine ältere Dame einen Kaffee getrunken und die Chance genutzt, mir von ihrer Verbindung zu Gott zu erzählen, wobei ihr britischer Akzent so stark war, dass ich nichts weiter als “god” verstanden habe. Lächeln und Nicken funktioniert im Zweifelsfall immer. Nach 2 Stunden konnte ich nicht mehr still sitzen und habe die restliche Zeit zum Spazierengehen genutzt (mit Koffer). Eine neue Erfahrung, da ich eigentlich kein “Allein-Verreiser” bin und mir also das erste mal eine andere Stadt alleine angeguckt habe. Nach dem kleinen Stadtbummel habe ich mich dann zu dem H&M Büro aufgemacht. Dort traf ich auf die anderen Bewerber, die alle unglaublich nett und mindestens genauso aufgeregt waren wie ich. Nach den zwei 45 Minuten Gesprächen über mich als Person und  über meine Projekte, war dann auch schon alles vorbei und ich bin mit den anderen erstmal ein Bierchen auf nüchternen Magen trinken gegangen. Die “Konkurrenz” war wirklich nett, aber auch stark, daher hat es mich nicht sonderlich überrascht, eine Absage zu bekommen. Klar war ich ein bisschen traurig, da ich ziemlich viel Zeit und Kraft in diesen ganzen Bewerbungskram gesteckt habe, aber es war eine großartige Erfahrung und ich bin froh, überhaupt in die “3 Runde” gekommen zu sein. Immerhin habe ich jetzt ein paar FB Freunde mehr und einen Blogeintrag war es auch wert. Leider heißt es jetzt wieder weiter Bewerbungen schreiben, also falls jemand ein Designpraktikanten sucht: Ich bin noch zu haben. icon smile Einmal nach London und zurück studies outside berlin allgemein

 

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Logo Vanessa  e1407579260364 Einmal nach London und zurück studies outside berlin allgemein

Vanessa Wunsch
vawunsch@gmail.com
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